Cross Compliance und Greening

- Gibt es Vorteile für landwirtschaftliche Betriebe bei Verzicht auf Direktzahlungen?

Die Studie des Instituts für Agribusiness in Gießen untersucht die Cross Compliance-Verpflichtungen der Landwirte und stellt sie dem deutschen Fachrecht gegenüber. Dabei wird deutlich, dass die Landwirte nur einen unwesentlich höheren Aufwand gegenüber der Einhaltung des deutschen Fachrechts betreiben müssen, um Direktzahlungen zu erhalten. Eine Ausnahme könnten Milcherzeuger mit umbruchfähigem Grünland sein. Denn, so fragen die Autoren, was werden diese Betriebe tun, wenn sie den grünlandnutzenden Betriebszweig der Milchproduktion aufgeben wollen oder müssen? Werden diese Betriebe auf Direktzahlungen verzichten und dadurch an Wettbewerbsfähigkeit gegenüber ihren Berufskollegen einbüßen?

Die Studie verdeutlicht, dass für das Unternehmereinkommen trotz Einschränkung der unterneh­merischen Freiheit auch in Zukunft das Subventionsmanagement wesentlich bleiben wird und der feiwillige einzelbetriebliche Verzicht auf Direktzahlungen in den meisten Betrieben derzeit ökono­misch nicht sinnvoll ist. Allerdings stellen die Autoren heraus, dass der generelle schrittweise Abbau von Direktzahlungen zu keinem ökonomischen Desaster führen würde. Vielmehr könnten die Anpassungsprozesse einen weiteren Beitrag zur Funktionsfähigkeit der Märkte leisten und somit einen wesentlichen Baustein zur Vollendung der begonnenen Liberalisierung der Agrarmärkte bilden.